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Vom Eisvogel bis zum Edelkrebs

Lebensraum für seltene Tierarten in und an den Gewässern von Roggenburg

Roggenburg (mde).

"Umweltpolitischer Weitblick" wurde der Gemeinde Roggenburg in einer Studie der Planungs- und Ingenieurgesellschaft Kling bestätigt. Ein Jahr lang erstellten Fachleute eine Studie mit Kartierung des Lebensraumes und der Tierarten der Roggenburger Gewässer. Sie zeigt, dass der Gewässerentwicklungsplan der Gemeinde ein ökologisches Erfolgsrezept ist.

"Diese Untersuchung hat ergeben, dass Roggenburg trotz seiner rasanten Entwicklung in den letzten Jahren die Ökologie und Erhaltung seines natürlichen Lebensraumes stets im Auge behalten hat", meinte Bürgermeister Franz-Clemens Brechtel bei der Vorstellung einer Studie zum Gewässerentwicklungsplan und zur Gewässerstrukturkartierung der Gemeinde nicht ohne Stolz. Die Untersuchung ergab, dass sich in Roggenburgs Gewässern bereits wieder tummelt, was auf der roten Liste der bedrohten und aussterbenden Arten steht. Diese Entwicklung wird durch begleitende Maßnahmen des vom Gemeinderat verabschiedeten Gewässerentwicklungsplanes künftig noch verstärkt werden. Er sieht vermehrte Uferabflachungen, das Anlegen von Ausbuchtungen oder 20 Meter breiten Uferpufferstreifen zur vermehrten Meanderung der Fließgewässer, das Einbringen von Störelementen wie Wurzelstöcken oder Totholz vor.

Versteck in Uferhöhlen

Die Studie brachte Erstaunliches zutage. So entdeckten die Wissenschaftler an Biber, Osterbach, Roggenburger Weiher und Wannenweiher unter anderen die vom Aussterben bedrohten oder stark gefährdeten Arten wie Drosselrohrsänger, Wasserralle, Tümpelsumpfhuhn, Knäckente, Krickente, Nachtreiher oder Zwergdommel. An einem Abschnitt der Biber bei der Roggenburger Klostermühle lebt der vom Aussterben bedrohte Edelkrebs. Der nachtaktive und scheue Wasserbewohner versteckt sich bei Tag unter selbst gegrabenen Uferhöhlen oder unter Steinen, Wurzeln und Totholz. Im Fahrtümpel westlich der Wannenkapelle und am Wannenweiher ist der ebenfalls auf der roten Liste befindliche Kammmolch heimisch geworden. Er liebt stehendes oder langsam fließendes und besonntes Gewässer mit strukturreichen Uferzonen.

An der Biber südlich von Meßhofen und bei der Kläranlage nördlich von Biberach, sowie am Roggenburger Weiher brütet der stark gefährdete Eisvogel. Der "Ansitzjäger" und "Stoßtaucher" ist auf Äste und Hochstauden über klaren, kleinfischreiche Gewässer angewiesen. Zur Anlage seines Brutkessels braucht er ausreichend hohe, lehmig-sandige Steilwände. Bei der Klostermühle Roggenburg wurden die höchst seltene Teichmuschel und der fast ausgestorbene Laubfrosch, der Flussuferläufer und die Bekassine gefunden. Sie vervollständigen den Reigen der in Roggenburgs Gewässern lebenden Tierarten, die sich dort dank einer von Weitblick getragenen Umweltpolitik ansiedelten.

"Der Beschluss des Roggenburger Gemeinderates, den Gewässerentwicklungsplan verstärkt umzusetzen, macht die Region auch künftig zu einer naturnahen Heimat für aussterbende und gefährdete Tierarten", stellten die Fachleute fest.

 

 

Artikel aus der Neu-Ulmer Zeitung

 

 

 

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